Selen und Zink verfügen jeweils über eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012.
Selen gehört zu den essenziellen Spurenelementen und kommt in der Natur hauptsächlich als Selenomethionin und Selenocystein vor. Im männlichen Organismus findet sich eine hohe Selenkonzentration im Hodengewebe, wo das Element als Bestandteil von Selenoproteinen — darunter die Glutathionperoxidase 4 — an der Reifung von Keimzellen beteiligt ist.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zink ist ein Spurenelement mit dokumentiertem Beitrag in über 300 Enzymsystemen. In der Reproduktionsbiologie des Mannes findet sich Zink in besonders hoher Konzentration in der Prostataflüssigkeit und den Spermien selbst, wo es als Kofaktor für Enzyme wirkt, die an der Stabilisierung der Chromatinstruktur in der Keimzelle mitwirken.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zwei Spurenelemente und ihre geprüften Angaben — nach EU-Verordnung Nr. 432/2012
Zum GutachtenDie Spermatogenese — also die Bildung reifer Spermien aus Stammzellen — erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 74 Tagen und durchläuft mehrere Differenzierungsphasen in den Seminiferentubuli des Hodens. Während dieses Prozesses benötigen die heranreifenden Keimzellen Schutz vor oxidativem Stress, der durch den hohen Stoffwechselumsatz im Gewebe entsteht. Bestimmte Mineralien nehmen dabei als Kofaktoren oder Strukturbestandteile dokumentierte Funktionen wahr.
Die Glutathionperoxidase 4 (GPx4), ein selenabhängiges Enzym, ist in der späten Phase der Spermiogenese von dokumentierter Bedeutung. Sie schützt die Lipide der Spermienmembran vor oxidativer Schädigung und wird im weiteren Verlauf in eine Strukturkomponente der Mittelstückkapsel umgewandelt — ein Vorgang, der ohne ausreichend Selen nicht ordnungsgemäß ablaufen kann.
„Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zink reichert sich in hoher Konzentration in den Leydig-Zellen und in der Prostata an. In den Leydig-Zellen ist Zink an der Steroidogenese beteiligt — dem biochemischen Weg, über den Cholesterin in Testosteron umgewandelt wird. Im Spermienkopf bilden Zinkbrücken zwischen Protaminen die kompakte Verpackung der väterlichen DNA, was die Integrität des Erbguts bis zur Befruchtung sichert.
„Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet seit 2006 wissenschaftliche Nachweise für gesundheitsbezogene Angaben zu Nährstoffen. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden von der EU-Kommission in Verordnungen überführt — zuletzt in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012, die über 200 zugelassene Angaben enthält.
Zu den zugelassenen Angaben gehören auch solche, die sich auf die männliche Reproduktion beziehen. Dabei handelt es sich um wissenschaftlich geprüfte Zusammenhänge zwischen einem Mineralstoff und einer physiologischen Funktion — keine therapeutischen Versprechen. Der Begriff „normal“ in der Angabe beschreibt die ordnungsgemäße Körperfunktion bei adäquater Nährstoffversorgung.
Marmorwelle stellt diese regulatorischen Zusammenhänge zu Selen und Zink in verständlicher Form dar — ohne eigene Bewertungen oder medizinische Empfehlungen.
Selen und Zink in der Reproduktionsbiologie — eine fundierte Aufbereitung gemäß EU-Verordnung Nr. 432/2012.
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